Posingsicher
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Das perfekte Posing bei Fotoshootings
Es spielt keine Rolle, welchen Figurtyp oder Look ihr habt, denn mit einem guten Posing lassen sich nicht nur Problemzonen kaschieren. Das richtige Posing verändert auch die Wirkung, die ein Betrachter auf das Foto hat. Wenn ihr unsicher und mit krummen Rücken vor der Kamera steht, wird diese passive Haltung auch auf dem Foto sichtbar sein.
Ich gebe euch heute einige Tipps für gutes Posing mit 🙂
Die Grundregeln des Posings
Grundsätzlich ist es so, dass ihr eure Körperspannung durchgehend bewahrt.
Selbst bei einer sitzenden oder liegenden Pose gilt es die Spannung zu bewahren, indem ihr zum Beispiel nicht eure Schultern hängen lässt.
Die typischsten Posingfehler sind hängende Schultern, runder Rücken, zusammengekniffene Lippen, ran gezogenes Kinn und offene Handflächen die Richtung Kamera zeigen.
Hängende Schultern und fehlende Spannung im Rücken
Das linke Foto zeigt das Model in einer entspannten Pose – die Schultern sacken nach unten und vorne, die Brust und Bauch sind auf selber Linie, die Hüfte ist auch ganz gerade. Besonders auf der seitlichen Aufnahme erkennt man gut den Unterschied beider Posen.
Rechts die richtige Pose. Die Schultern sind nach hinten gezogen, die Brust wird rausgestreckt, der Bauch eingezogen. Dadurch entsteht ein leichtes Hohlkreuz im Rücken. Durch die Pose verändert sich auch automatisch die Kopfhaltung, der Hals ist schön gestreckt. Es ist zudem immer gut, wenn die Beine leicht versetzt stehen.

Hier sieht man auch sehr gut wie sehr sich die ganze Pose durch die nach hinten gezogenen Schultern ändert.
Arme & Handhaltung
Achtet beim Posing immer darauf, dass die Arme nicht fest an den Körper gepresst werden. Dadurch erscheint der Arm platt gedrückt und wirkt auf Fotos breiter als er ist. Zudem ist es immer besser die Taille zu zeigen, damit man eure Figur besser erkennt. Wenn man die Taille nicht sieht wird diese optisch durch die Breite des Arms erweitert und ihr wirkt automatisch breiter. Lasst immer etwas Luft zwischen Arm und Taille, indem ihr den Ellbogen leicht anwinkelt.
Fehler Nummer 1 beim Posing ist die falsche Handhaltung. Eine falsche Handhaltung wirkt aufgesetzt und künstlich oder kann sogar einen falschen Effekt erzielen. Die Handinnenflächen sollten zum Beispiel nicht Richtung Kamera zeigen (außer diese sind ein wichtiger Bestandteil eures Themas, wenn zB jmd. einen Magieeffekt aus der Handinnenfläche erscheinen lässt). Presst nicht die Finger zusammen, aber spreizt diese auch nicht zu weit auseinander. Achtet darauf, dass ihr Hand sowohl Finger immer leicht anwinkelt.

Erstes Bild: Offene und gespreizte Handflächen – die Pose wirkt sehr aufgesetzt und unvorteilhaft. Zweites Bild: Die „Fausthaltung“ – wirkt aggressiv und unvorteilhaft, das Model wirkt angespannt. Drittes Bild: Schöne feine Handhaltung, die Finger werden nur ganz leicht ans Gesicht positioniert und drücken nicht fest rein.

Hände nie komplett ans Gesicht pressen. Diese besser leicht versetzt ganz leicht ans Gesicht halten.

Falsche und unvorteilhafte Arm & Handhaltung. Handinnenfläche zeigt nach vorn. Der Oberarm des Models wirkt breiter und der obere Arm verdeckt zuviel vom Gesicht und lenkt grundsätzlich zu sehr von den Augen ab.

Schöne Handhaltung – den Arm wird über den Kopf gehalten, die Hand ist angewinkelt und die Handinnenfläche zeigt zum Model. Der untere Arm ist nicht mehr so verdreht und umfasst das Gesicht auf der anderen Seite. Dadurch entsteht auch ein schöneres Gleichgewicht.
Kinnhaltung
Zieht euer Kinn immer nach vorne!
Achtet darauf, dass ihr es nicht nach oben, sondern wirklich nach vorne zieht. So wie eine Schildkröte ihr Gesicht auf ihrem Panzer heraus streckt – daher wird diese Haltung auch „Die Schildkröte“ genannt 🙂

Auch wenn mein Model kein Doppelkinn hat, erkennt man sehr gut den Unterschied. Auf dem ersten Foto wirkt ihr Hals und Kinn-Partie viel breiter und kantiger, sie wirkt sogar ein bisschen erschrocken. Beim zweiten Bild wirkt sowohl der Hals als auch das Kinn schmaler und feiner. Zudem ist das Gesicht größer, da es nun näher an der Kamera ist.

Hier seht ihr gut den Unterschied zwischen ran gezogenem Kinn und der Schildkröte, in diesem Fall ist die Pose etwas übertrieben dargestellt.
Sinnliche Posen
Sinnliche Posen wirken sehr schnell aufgesetzt und künstlich. Das typische Duckface sieht auf Fotos nie gut aus – also lasst es lieber direkt 😉
Für vollere Lippen reicht es auch, wenn ihr die Lippen leicht geöffnet habt und ganz leicht aushaucht.
Finger am oder im offenen Mund sind ein absolutes No-Go. Trotzdem sehe ich diese Art Posen immer wieder. Wie ihr anhand des Beispiels eindeutig erkennt, wirkt solch eine Pose alles andere als sinnlich.
Haltet lieber den Mund ganz leicht offen halten, die Finger werden vor oder neben den Lippen gehalten.
Haare
Wenn ihr lange Haare oder eine Perücke tragt, dann ist es schön die Haare mit einzubinden. Zieht die Haare nicht weit weg vom Körper. Dadurch wirkt das Haar strähnig und dünn.
Legt stattdessen ein paar Strähnen nach vorne und greift von innen ins Haar. Dadurch sieht das Haar viel voller und gesünder aus.
Oder werft die Haare für mehr Bewegung im Bild. Das funktioniert am Besten, indem ihr eure ganzen Haare in eure Hände nehmt und zur Seite bzw. nach hinten werft.
Liegende Posen
Auch beim Posen im liegen ist es wichtig die Körperspannung zu halten. Optimal ist es, wenn ihr einen kleinen Hohlraum am unteren Rücken lasst. Durch diese Haltung ändert sich die gesamte Pose, denn auch hier wird wieder die Brust nach oben gehoben. Der Bauch wirkt schmaler und der Hals und Kopf werden gedehnt.

Das Model liegt flach auf dem Boden auf. Der Kopf liegt flach auf, dadurch kann der Hals nicht gestreckt werden, das Doppelkinn ist vorprogrammiert.

Das Model streckt den Bauch nach oben. So entsteht ein Hohlraum zwischen unteren Rücken und Boden. Die Brust ist oben und der Hals wird schön gestreckt.

Die Schulter wurde hier nach oben gezogen und ans Gesicht gepresst. Der Hals ist nicht mehr sichtbar. Das Model wirkt gestaucht.

Schultern werden nach unten gezogen. Der Hals ist wieder sichtbar, das Model wirkt feingliedrig.

Lieber nicht ganz ablegen! Zum Beispiel indem ihr die Arme dazu nehmt und euch auf einem Arm leicht abstützt. Nehmt den anderen Arm dazu und verschränkt diesen vor euch.

Seitlich liegende Pose – der Kopf wurde abgelegt. Der untere Arm sowie Ellbogen lenkt zu sehr ab. Die Gesichtsform verändert sich, da sie an den Oberarm gedrückt wird.
Habt ihr schon mal vor der Kamera gestanden? Lasst doch gerne mal ein Feedback in den Kommentaren da und lasst mich wissen, ob ihr in Zukunft mehr Tipps zum Thema Posing oder dem Modeln haben möchtet 🙂
Meine Models:
Mein rothaariges Model: Katia Insomnia Mein dunkelblondes Model: Violavonhoesslin, Mein schwarzhaariges Model: minhhoan.d, Visa von Viola & Minh: Nancy Wenz
5 comments
Annika
Hallo Natalia,
dein Beitrag hat viele tolle Tipps! Damit bin ich fleißig am üben 🙂
Dabei habe ich so meine Schwierigkeiten mit meiner Hand und Fingerhaltung… wie genau schaffe ich es das es leicht und elegant aussieht? Meine Versuche in der Richtung sehen sehr ungelenk aus :*(
NataliaAutor
Hallo liebe Annika,
die schöne Handhaltung gehört tatsächlich zu den schwierigsten Posings. Es hilft auf jeden Fall sich möglichst viele Model-Fotos anzuschauen. Versuch mal die Haltungen vor dem Spiegel nachzustellen. Die Hände sollten niemals angespannt werden, eher ganz zart und leicht angewickelt sein. Auch so ein bisschen als ob du durch das Wasser gehst und mit den Fingern im Wasser spielst oder ein bisschen wie eine Ballerina 🙂
Am besten übt man aber wirklich vor dem Spiegel – so siehst du direkt was gut aussieht und was eher unvorteilhaft.
Viel Erfolg und Spaß beim üben <3
Josefin
Hallo,
ich fand den Beitrag sehr schön und hilfreich, da die Beispiele durch die Fotos sehr schön veranschaulicht wurden.
Interessant fände ich noch einen Beitrag zum Gesichtsausdruck, da gibt es bestimmt auch einige No-Gos.
Liebe Grüße
Erika
Hallihallo,
ab wann gilt man denn als allgemeinverständlich „Posingsicher“?
Lieben Gruß
NataliaAutor
Wenn du das Gefühl hast, dass du weißt was du tust und keine Hemmungen beim Posen vor der Kamera hast.